Neben Party und Spaß stehen dabei deutlich die politischen Inhalte im Vordergrund, die jedes Jahr in einem neuen Motto verarbeitet werden. In den letzten Jahren ging es zum Beispiel um die Verbesserung der Situation schwullesbischer Senioren oder die Forderung nach einem Antidiskriminierungsgesetz.
Die Bezeichnung CSD, die sich im deutschsprachigen Raum als Name für Pride- Veranstaltungen etabliert hat, ist die Abkürzung für Christopher-Street-Day und erinnert an die ersten öffentlichen Schwulenproteste gegen Diskriminierung in der New Yorker Christopher Street Ende der 1960er. Den Kern des CSD-Wochenendes bilden, neben unzähligen Politik-, Kulturund Partyveranstaltungen, drei Elemente: die ColognePride-Eröffnungsgala am Freitagabend, das CSD-Straßenfest in der Altstadt von Freitag bis Sonntag sowie die beliebte, bunte CSD-Parade am Sonntag. Die ColognePride- Eröffnungsgala wird von der Lebenshaus- Stiftung zugunsten der AIDS-Hilfe Köln ausgerichtet und findet traditionell im Maritim Hotel statt.Ein stets hochkarätiges Programm mit hervorragenden Künstlern und ein schillerndes Publikum machen die Gala zu einem der wichtigsten gesellschaftlichen Ereignisse der Kölner Szene. Eine rechtzeitige Reservierung unter der E-Mailanschrift kartenbestellung@ koeln.aidshilfe.de ist empfehlenswert.
Wer es dennoch nicht geschafft hat, eine Karte für die Gala zu ergattern, kann schon am Freitag ab 18.00 Uhr das facettenreiche CSD-Straßenfest mit den verschiedensten Verkaufs- und Informationsständen in der Altstadt besuchen. Auf dem Heumarkt als größtem Platz steht die Hauptbühne, auf der insgesamt 20 Stunden lang ein mannigfaltiges und zum Teil sehr prominent besetztes Musikprogramm präsentiert wird. Am Sonntag nach der Parade findet dort die politische Abschlusskundgebung statt, bei der sich neben den Veranstaltern auch Politiker aus Bund, Land und Kommune zu aktuellen Fragen der Schwulen- und Lesbenpolitik äußern.
Für Diskussionsrunden und Kleinkunst sorgt die sogenannte Politur- Bühne. In ihrem Umfeld ist die Stimmung etwas familiärer. Auf der Open- Air-Tanzbühne motivieren namhafte internationale DJs die Menge zum ausgelassenen Tanzen.
Absoluter Höhepunkt des Wochenendes ist die Parade am Sonntag. Pünktlich um 12.00 Uhr startet der Demonstrationszug auf der rechten Rheinseite in Deutz und schlängelt sich von dort durch die Innenstadt zum Dom. Stolze 30.000 Teilnehmer präsentieren sich in Fußgruppen oder als Passagiere auf circa 80 Fahrzeugen. Hunderttausende jubeln vom Straßenrand aus zu und bringen damit ihre Sympathie mit Lesben und Schwulen zum Ausdruck. Trotz schriller Kostüme und ausgelassener Partystimmung sorgen die Teilnehmer durch die Gestaltung ihrer Wagen dafür, dass die politische Forderung nach Gleichberechtigung und vollständiger gesellschaftlicher Akzeptanz von Schwulen und Lesben jederzeit deutlich sichtbar ist.Wer länger als ein Wochenende in Köln bleiben kann, dem bieten sich auch schon zwei Wochen vorher jede Menge schwul-lesbischer Veranstaltungshöhepunkte aus Kultur, Sport und Ausgehen, wie zum Beispiel das Veedelsfest im angesagten Kneipenviertel „Bermudadreieck“ in der Nähe des Rudolfplatzes.
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