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Noch ein Sommermärchen
70 TeilnehmerInnen aus 13 Ländern im Alter von Ende 20 bis 80 Jahren starten in vier Kategorien und 2 Leistungsklassen im Bridge, das unter Kennern als Schach der Kartenspiele gilt. Vor allem aus den Niederlanden und Deutschland haben sich Top-Spieler für die Wettbewerbe in der in der Innenstadt gelegenen Wolkenburg angemeldet. Als 35. und allerletzte Disziplin wurde Bridge noch kurzfristig zu den VIII. Gay Games Cologne 2010 zugelassen, worüber sich die Bridge-Fans wie die Schneekönige gefreut haben.
Anders als andere Kartenspiele zählt Bridge neben Schach, Dame und Go zu dem elitären Kreis der Denksportarten, die vom IOC anerkannt worden sind und zu den „Members of the family“ gehören. In Peking wurde 2008 sogar eine „Mind-Sports“ Olympiade unter dem Dach des IOC veranstaltet. In Deutschland warten die Bridge-Freunde noch auf die Anerkennung durch den Deutschen Sportbund, während sie in einigen anderen Ländern wie Italien sogar Mitglieder des nationalen olympischen Komitees sind.

Einer der besten deutschen Spieler ist der 46-jährige Stefan Back aus Heidelberg, der seit über 30 Jahren Bridge spielt. Als begeisterter Leser von Agathe Christie Krimis wollte er das dort öfters erwähnte, in England äusserst beliebte Kartenspiel, kennen lernen. Daraus ist eine richtige Liebesbeziehung und Leidenschaft geworden, die zu bislang vier deutschen Meistertiteln geführt hat. Im gestrigen Paar-Wettbewerb hat er mit seinem Partner Gordon Kolling die Bronze-Meadille gewonnen. Er freut sich auch auf den Abschluss der Wettbewerbe am heutigen Donnerstag, weil er dann endlich auch die Möglichkeit hat, sich andere Wettbewerbe anzuschauen. Bislang konnte er sich jedoch die Villages am Rudolfplatz und am Neumarkt anschauen und die tolle Stimmung dort geniessen. Es würde ja schliesslich auch einiges „fürs Auge geboten“ betonte Stefan schmunzelnd. Für ihn ist, wie er sagte, noch ein Sommermärchen wahr geworden.
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Created on 5. August 2010 - 12:42