En halve Hahn - Die Kölner Küche
Gleich vorneweg eine Information für alle Köln-Neulinge. der halve (halbe) Hahn hat absolut gar nichts mit dem beliebten Federvieh zu tun. Es ist ein immer wieder gern gesehener Spass, wenn Gäste in Köln dieses beliebte Gericht in der Kneipe bestellen und dann nur ein Roggen-Brötchen mit Gauda-Käse serviert bekommen. Der Kölner ist, was sein Naturell und seine Sprache betreffen, deftig, und so ist auch die kölsche Küche. Wenn man dann für die Speise-karte auch noch ein Wörterbuch benötigt ist man bestimmt an der gastronomisch richtigen Adresse: in Eckkneipen und Brauhäusern, wo durchaus gut gekocht wird. Ein besonders Highlight und früher ein Festtagsschmauss ist der beliebte Rheinische Sauerbraten. Eintöpfe mit Kartoffeln, Kohl oder Bohnengemüse, und deftige Fleisch- und Wurstgerichte sind ein Muss in der kölnischen Küche. Aber auch was Fluss und Meer zu bieten haben, wird von den Kölner gerne gegessen, so die köstlichen Muschelgerichte in den Monaten mit „R“. Auch sehr beliebt: Reibekuchen (Rievekooche) aus Kartoffelteig, mal deftig (so mit Lachs und Meerrettich), mal süss (mit Apfelmus). Erklärungsbedürftig ist folgendes Gericht: Himmel un Ääd (Himmel und Erde), eine Kombination aus Kartoffeln, Blutwurst und Apfelmus, bei deren Genuss der Kölner sich fragt, ob er nun Himmel oder Erde näher ist. Alles in allem: es macht Spass, in Köln essen zu gehen und die regionale Küche zu studieren. Guten Appetit!
Adressen und Rezepte: http://www.koeln-altstadt.de/gastronomie/index.html
Bei den Adressen nach Brauhäusern und Bürgerlicher Küche schauen.
