Dresden – eine Metropole?
Um 1700 blühte in Europa vor allem in architektonischer und städtebaulicher Hinsicht das Barock. Die absolutistischen Herrscher dieser Epoche wollten ihre Machtfülle durch glanzvolle Repräsentationsbauten zeigen und versuchten sich dabei gegenseitig zu übertrumpfen. Zu dieser Zeit entstanden gigantische Bauwerke, die ganze Stadtbilder veränderten, so in Rom, Paris, Wien, aber auch in Dresden. In Sachsen herrschte damals Kurfürst August der Starke, der seinem Namen alle Ehre machte. Er trachtete danach, seine reizvoll an der Elbe gelegene Hauptstadt Dresden zu einem kulturellem Zentrum mit Weltgeltung zu machen. August der Starke und sein Nachfolger liessen nach einem verheerenden Brand 1685, der die gesamte Altstadt zerstörte, prachtvolle Bauten errichten. Dazu gehörten unter anderen der Dresdener Zwinger, Residenz-Schloss, Semper-Oper und die berühmte Frauenkirche. Im zweiten Weltkrieg litt Dresden ganz besonders unter Bombardements, die die Innenstadt dem Erdboden gleich machten. In jahrzehntelanger, mühsamster und liebevollster Kleinarbeit wurde Dresden wieder aufgebaut und trägt heute wieder voller Stolz und völlig zurecht den Ehrennamen „Elbflorenz“. Ca. 500 km östlich von Köln gelegen, ist Dresden in etwas über 6 Stunden mit dem ICE zu erreichen.
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