Noch ein neues Museum für Köln – Das Diözesanmuseum St. Kolumba
Ein Grossteil der historischen Altstadt Kölns wurde durch die Bombenangriffe des zweiten Weltkrieges in Schutt und Asche gelegt. Nach dem Krieg wurden manche hässlichen Bauten hochgezogen, um Wohn- und Arbeitsraum zu schaffen. Es gab aber auch Ruinen, die über 50 Jahre lang stehen geblieben sind, so auch die des gotischen Klosters St. Kolumba. Dann legte der renommierte Schweizer Architekt Peter Zumthor ein modernistsches Konzept vor, dessen Umsetzung von aussen sehr schlicht ausgefallen ist. Betritt man das 2007 fertiggestellte Gebäude, bleibt einem vor Staunen der Mund offen. Zumthor ist es gelungen einen Bau zu schaffen, der nur Bewunderung hervorrufen kann. Die alte Klosterkirche wurde umbaut, die Ruinen blieben komplett stehen. Auf Stegen läuft man durch den alten Kirchenraum, der in ein phantastisches Licht getaucht wird. Nicht bedrückend sondern faszinierend wirkt dieser sakrale Raum. Auch das Treppenhaus hinauf in die Obergeschosse zielt auf Wirkung aus. Schlicht, fast streng, erscheint diese steil ansteigende Treppe. In den Obergeschossen wurden die neuen Museumsräume eingerichtet, die ein völlig neuartiges Kulturerlebnis ausstrahlen. Was fasziniert mehr - die Exponate oder die Räumlichkeiten? Besonders lohnenswert: die Terrasse, die auf den Dom ausgerichtet ist und eine interessante, neue Perspektive bietet.
http://www.kolumba.de/?language=ger
