Der Japanische Garten in Leverkusen
Von Industrieanlagen geht selten ein Bild der Idylle aus, vor allem, wenn sie alt sind und noch genutzt werden. Das dies auch anders sein kann zeigen eindrücklich die Bayer-Werke im Süden von Leverkusen. Gerade bei Chemie-Fabriken denkt man an Sterilität und reine Zweckmässigkeit. Nicht so in dieser Anlage. Überraschend viel architektonische Schönheit, Weitläufigkeit und Grün zeichnen die der Öffentlichkeit zugängigen Teile des Areals aus. Ein ganz besonderes Kleinod der Anlage ist der im Auftrag von Prof. Dr. Carl Duisenberg bereits 1912 angelegte japanische Garten. In diesem Park dominieren ostasiatische Pflanzen, Seen, verwunschene kleine Bachläufe und Pagoden. Überall, wohin man schaut, begegnet man kleinen Wunderwerken, wie hölzernen Brücken, fernöstlichen Statuen und Skulpturen, die Duisenberg selbst von seinen Fernost-Reisen mitgebracht hat. Der von den asiatischen Kulturen begeisterte erste Generaldirektor der Bayer-Werke hat seinen Mitarbeitern und den Bewohnen der Stadt Leverkusen mit diesem Garten ein ganz besonderes Geschenk gemacht. Dieser Park bietet dem Besucher einen Kurzurlaub in fernöstliche Welten, und die mannigfaltigen Eindrücke, die man hier gewinnen kann, ermöglichten schon vor fast 100 Jahren ein besonderes Wellness-Erlebnis, bevor man diesen Begriff überhaupt gekannt hat.
http://www.lev2000.de/guide/index.php?view=00053
