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Die Stimmung im Stadionbad ist ganz prächtig für einen Sonntagmorgen.
Um zehn Uhr sind viele Sportler schon auf Betriebstemperatur, Hunderte Teilnehmer, Volunteers, Journalisten und Fans scharen sich um das Becken. „Wenn du nicht hier bist um Spaß zu haben, kannst Du auch gleich zu Hause bleiben“, findet C.A. Hutton. Der New Yorker ist froh, dass er extra für die Gay Games angereist ist. „Die Stimmung ist unbeschreiblich. Ich bin seit einem Tag hier und habe bereits so viele nette Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern kennengelernt wie in den letzten fünf Jahren nicht.“
Die Schwimmwettbewerbe sind ebenso international wie die Gay Games insgesamt. Die Schwimmer kommen aus Australien, USA, Frankreich, Deutschland, Holland oder Neuseeland – langsam kommen alle Athleten zusammen und bejubeln ihre Mitsportler. Konkurrenzdenken - hier momentan eher fehl am Platz. Die Schwimmer lernen sich kennen, tauschen Tipps und Tricks und freunden sich an.
Der Star unter den heutigen knapp 500 Teilnehmern ist der 81-jährige John Kiley aus den USA. Er ist der älteste Schwimmer des Wettbewerbes. Trotz einer künstlichen Hüft startet er über 50m Rücken. „ Die Stimmung ist bereits jetzt der Wahnsinn. Ich bin mit vielen Freunden, Bekannten und meinem Partner angereist, und wir freuen uns auf eine Woche voller Sport, Kultur und Party.“ Mit seinem Partner ist der Amerikaner seit 57 Jahren zusammen. Sein Erfolgsrezept? „Kompromisse, Kompromisse, Kompromisse! Bei kleineren Auseinandersetzungen gebe ich gerne nach, solange ich bei den wichtigen Themen Recht behalte, ist alles gut“, verrät der charmante Schwimmer.
Auch die Zuschauer lassen sich von dem schönen Wetter und der guten Stimmung anstecken. Für viele Familien und Fans ist das Schwimmbad Ziel des Sonntagsausflugs. Familie Schmitz aus Köln wollte eigentlich nur mit ihrem Sohn im Stadionbad schwimmen gehen, dann entdeckten sie die Gay Games. „Das wollten wir uns einfach einmal ansehen“, berichtet Mutter Renate. Begeistert ist sie von der freundlichen Atmosphäre und der guten Stimmung. „Wir werden hier auf jeden Fall noch einige Stunden verbringen und mitfiebern“, erzählt die 59-jährige und beobachtet die Schwimmer im Becken.
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Erstellt am 2. August 2010 - 12:04