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"Sehr viel Einsatz und Leidenschaft. Das sieht meist härter aus als es ist."
Wer die VIII. Gay Games 2010 in Köln besucht bekommt nicht nur überaus interessante kulturelle Einblicke, ihn erwarten auch sportliche Leistungen auf hohem Niveau. Für manche Zuschauer ist es gerade das, was die Gay Games so interessant macht.
„Kultur ist nicht so meines, ich schaue mir lieber spannende Sportmatches an und da bekomme ich doch einiges bei den Gay Games geboten“, so Horst H., Zuschauer der Handballspiele in den Hallen der Sporthochschule in Köln. „Ich bin großer Handballfan und von dem was ich hier sehe absolut begeistert. Da kann sich so mancher Bundesligist eine Scheibe abschneiden. Sehr viel Einsatz und Leidenschaft.“
Auf dem Spielfeld findet die Partie zwischen Pan Copenhagen 1 und Radballder Oslo 1 statt. Im Gegensatz zu körperlosen Sportarten wie Basketball ist Handball ein körperbetontes Spiel. „Das sieht meist härter aus als es ist.“ erklärt H. und deutet auf das Spielfeld: Ein Spieler von Pan Corpenhagen hat einen Schlag ins Gesicht bekommen. Sofort wird abgepfiffen, der Gegenspieler entschuldigt und erkundigt sich sofort nach dem Wohlbefinden seines Gegenübers. Der winkt nur ab und lächelt sofort wieder. Einen Strafwurf gibt es trotzdem.
Auf die Frage ob für Horst H. die Gay Games etwas Besonderes sind, schüttelt er nur den Kopf: „Das drum herum interessiert mich nicht sonderlich, ich bin wegen des Sports hier. Es ist für mich nicht wichtig woher jemand kommt, welche sexuellen Vorlieben er hat oder sonst etwas. Hier geht es um Sport, da gibt es solche Grenzen nicht, da zählt das Ergebnis für die SpielerInnen und ein gutes Spiel für die ZuschauerInnen. Sport ist voller Emotion, voller Kraft, Leidenschaft, halt all das was Menschen ausmacht. Sport ist ein Klebstoff zwischen Menschen. Das bekomme ich hier nicht weniger zu spüren als bei der WM in Deutschland 2006. Manchmal glaube ich, dass es sogar noch ein wenig mehr zu spüren ist als damals. Vielleicht liegt das daran das die Gay Games was besonderes sind.“
Auf dem Spielfeld kommt es zu einer nicht ganz freiwilligen „Umarmung“ zweier Spieler worauf einer einen schrillen Laut ausstößt. Alles beginnt zu lachen, auch Horst H. lacht: „Ich korrigiere: Definitiv etwas besonderes!“
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Erstellt am 6. August 2010 - 9:37