BesucherInnen und SportlerInnen wurden zur Eröffnungsfeier befragt.
In den letzten Tagen wurden BesucherInnen und SportlerInnen nach ihren Eindrücken zu der Eröffnungsfeier der VIII. Gay Games Cologne 2010 am vergangenen Samstag befragt.
Durch die Bank weg waren alle von dieser Veranstaltung begeistert. Der Ablauf gefiel den BesucherInnen sehr, und – auch wenn das Stadion nicht restlos ausverkauft war – die Stimmung war grandios, so als ob die Ränge bis auf die letzten Plätze aufgefüllt gewesen wären. Der Einmarsch der AthletInnen war berührend. So viele strahlende, erwartungsvolle Gesichter zu sehen, ihre Freude, dabei zu sein, war auch für die ZuschauerInnen deutlich zu spüren und riss das Publikum förmlich mit.
Die Reden von Außenminister Westerwelle und dem Kölner Bürgermeister Rothers wurden durchgehend gelobt, und man fühlte sich sowohl angesprochen als auch in der individuellen Lebenssituation wahrgenommen. Das Gefühl, in einer Gesellschaft angekommen zu sein, die die Belange der Schwulen und Lesben ernst zu nehmen bereit ist, war überwältigend.
Die Arbeit der Volunteers, die zum Teil hunderte Stunden Vorbereitungszeit in das Rahmenprogramm gesteckt hatten, wurde anerkennend gewürdigt. Als aktionsreich, sehr professionell und bunt wurden die Showteile der Eröffnung bewertet. Der Tenor der Befragten war: „Toll, was ihr da mit einem kleinen Budget auf die Beine gestellt habt!“ Verschiedentlich wurde gesagt, dass die Gay Games mit dieser Zeremonie nicht hinter den deutlich aufwändigeren Eröffnungsfeiern der Olympischen Spiele zurück stehen würden.
Besonderes Lob erhielt auch die Bühnenshow von Taylor Dyane. Sie riss das Publikum förmlich mit und machte aus dem Stadion eine Party-Meile. Ein Befragter äußerte sich gar über Taylors offiziellen Gay Games Song „Facing a miracle“ so: „Jedes Mal, wenn ich den Song höre, bekomme ich Gänsehaut. Der Siegersong des Wettbewerbs trifft vor allem auch vom Text her völlig meine Gefühle. Und schön finde ich, dass der Song bei den Siegerehrungen gespielt wird. Für mich war die Eröffnungsfeier, ja die ganzen Spiele in Köln, als ob mir ein Wunder begegnete. Für mich bräuchte diese Woche nicht zu Ende gehen!“
