Was ist der Zweck der Gay Games?
Welche Werte stehen hinter den Gay Games?
Was für eine Rolle und Aufgabe hat die Federation of Gay Games (FGG) inne?
Wie sind die Gay Games entstanden?
Weshalb kommen SportlerInnen zu den Gay Games?
Welche SportlerInnen kommen? Woher kommen diese SportlerInnen?
Was ist der Zweck der Gay Games?
Zweck der Gay Games ist es, durch die Organisation eines internationalen Sport- und Kulturereignisses das Selbstbewusstsein von Schwulen, Lesben, Bi- und Transsexuellen in der Welt zur stärken und gleichzeitig den Respekt und das Verständnis in der nicht-homosexuellen Welt zu verbessern. Dabei ist es ein grundlegendes Prinzip der Gay Games, dass niemand aufgrund seiner/ihrer
• sexuellen Orientierung
• Alters
• Geschlechtes
• Rasse
• Religion
• Nationalität oder ethnischen Ursprungs
• politischen Überzeugung
• physischen, athletischen oder künstlerischen Voraussetzungen oder
• Gesundheitszustands von den Spielen ausgeschlossen werden darf.
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Welche Werte stehen hinter den Gay Games?
„Teilnehmen, mitmachen und persönliche Höchstleistungen erbringen“ unter diesem Motto stehen die Gay Games. Jede, jeder darf mitmachen – es bedarf keiner Qualifikation. Bei den unterschiedlichen Sportarten wird es TeilnehmerInnenkategorien geben, so dass Laien nicht unbedingt gegen Profis antreten müssen. Aber grundsätzlich gilt, dass es keiner sportlichen Voraussetzung bedarf. Außerdem freuen wir uns besonders auf die Teilnahme von Behinderten. Zahlreiche Sportarten werden besonders behindertenfreundlich sein.
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Was für eine Rolle und Aufgabe hat die Federation of Gay Games (FGG) inne?
Die “Federation of Gay Games” (FGG) ist das Mutterunternehmen. Sie vergibt das Recht, die Gay Games austragen zu dürfen. Die FGG unterstützt dabei das Organisationskomitee bei der Planung und Durchführung der Gay Games.
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Wie sind die Gay Games entstanden?
Die Gay Games-Bewegung wurde 1981 von Dr. Thomas Waddell ins Leben gerufen, der selbst als Athlet an den Olympischen Spielen von 1968 teilgenommen hat. Sein Traum wurde mit Unterstützung von Mark Brown und Paul Mart Wirklichkeit: eine Sportveranstaltung für ALLE, bei der Lesben und Schwule offen teilnehmen können, ohne diskriminiert zu werden.
In sportlicher Hinsicht sind die Gay Games mit Olympischen Spielen vergleichbar. Jede Sportart wird streng nach den Regeln des jeweiligen internationalen Verbandes durchgeführt, so dass Rekorde und Jahresweltbestleistungen international anerkannt sind. Die ersten schwul-lesbischen Sportspiele fanden 1982 und 1986 in San Francisco statt. An der Premiere 1982 nahmen 1.350 SportlerInnen aus 12 Ländern in 14 Sportarten teil; vier Jahre später waren es schon knapp dreimal so viele TeilnehmerInnen.
1989 gründete der San Francisco Arts & Athletics (SFAA) die Federation of Gay Games als weltweiten Verband schwul-lesbischer Sportvereine.
Die Spiele der Vergangenheit im Überblick:
1982 San Francisco
1.350 registrierte TeilnehmerInnen, 12 Länder, 14 Sportarten
1986 San Francisco
Motto: Triumph
3.482 registrierte TeilnehmerInnen, 17 Länder, 17 Sportarten
1990 Vancouver
Motto: Celebration
7.500 registrierte TeilnehmerInnen, 39 Länder, 23 Sportarten
1994 New York City
Motto: Unity
10.864 registrierte TeilnehmerInnen, 40 Länder, 31 Sportarten
1998 Amsterdam
Motto: Friendship
14.715 registrierte TeilnehmerInnen, 68 Länder, 30 Sportarten
2002 Sydney
Motto: Under New Skies
12.100 registrierte TeilnehmerInnen, 70 Länder, 31 Sportarten
2006 Chicago
Motto: Where the world meets
ca. 12.000 registrierte TeilnehmerInnen, 70 Länder, 30 Sportarten
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Weshalb kommen SportlerInnen zu den Gay Games?
Der Spaß am Sport und die persönliche Bestleistung stehen für die TeilnehmerInnen der Gay Games im Vordergrund. Das folgende Zitat der Federation of Gay Games fasst diese Idee zusammen:
“By accepting the Games’ challenge to reach for their personal best in sports, artistic and cultural activities, all Games participants automatically become winners...”
Über den sportlichen Ehrgeiz hinaus ist die Teilnahme an dieser großen internationalen Veranstaltung selbst ein unvergessliches Erlebnis. Die Begegnung mit homosexuellen SportlerInnen aus aller Welt und das Gemeinschaftsgefühl stärkt das schwul-lesbische Selbstbewusstsein.
Und ohne Zweifel ist ein Turnier dieser Größe auch ein starkes politisches Statement über alle Ländergrenzen hinweg.
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Welche SportlerInnen kommen? Woher kommen diese SportlerInnen?
Zu den letzten Gay Games in Chicago im Jahr 2006 reisten rund 12.000 TeilnehmerInnen aus mehr als 70 Ländern an: Schwule und Lesben, Trans-, Bi- und Heterosexuelle, die sich alle für diese Sport- und Kulturveranstaltung begeistern lassen.
Die Gay Games sind eine der weltweit größten Breitensport-Veranstaltungen. Die Wettkämpfe sind in Alters- und Leistungsklassen pro Sportart unterteilt und werden ohne vorherige Qualifikationsrunden durchgeführt.
Absolute sportliche Leistungen des Einzelnen entscheiden nicht über die Teilnahme. Es gibt ausdrücklich keine sportlichen Mindestleistungen als Qualifizierungshürde.
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