Was haben Marlene Dietrich, Zara Leander oder Claire Waldoff mit den Gay Games zu tun?
Einiges, wie Zuhörer beim heutigen Workshop „The Sound of ´Sex´“ in der Kölner Hochschule für Musik lernen durften.
Die Zuhörerschaft war mindestens genauso bunt und international wie das Thema selbst. Über 30 Interessierte aus England, Amerika, Deutschland, Kroatien und vielen anderen Ländern lauschten gespannt den Ausführungen von Prof. Dr. Anno Mungen und Björn Dornbusch. Die beiden Wissenschaftler beschäftigen sich seit Jahren intensiv mit „Queer Studies“ im Bereich der Musik. Gibt es Zusammenhänge zwischen Stimme und Identität? Was sagt die Stimme über das Geschlecht des Künstlers aus? Und was zeichnet eine Diva aus?
Spannend und multimedial führten die Referenten durch das Thema. Musik, Filmausschnitte und Zitate über die 1920er und 1930er Jahre beleuchteten die damalige Kunst – und Kulturszene. Von Sängerinnen wie Claire Waldoff mit besonders hohen oder tiefen Stimmen bis hin zu Marlene Dietrich, die offen zu ihrer Bisexualität stand und gerne mit dem maskulinen Aussehen spielte – all dies prägt bis heute das Bild von Diven und Künstlern.
Gespannte Stille und aufmerksames Lauschen während des Vortrages mündeten in eine angeregte Diskussion über Identität und Geschlechterrollen am Ende des Vortrags.
Die Zuschauer zeigten sich begeistert. „Ich finde die begleitenden Veranstaltungen sehr passend und interessant. Es ist immer spannend etwas über neue Kulturbilder zu lernen“, erzählt Neal, ein amerikanischer Schwimmer. „Dank den kurzen Wegen hier in Köln ist es mir glücklicherweise möglich meinen Sport und die Kulturveranstaltungen zu verbinden.“
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