Wanderausstellung zu Homosexualität im Sport im Rahmen der Kölner Gay Games.
Junko Saeki unterrichtet eigentlich an der Doshisha Universität in Kyoto in Japan. Doch derzeit ist sie für ein Jahr in Berlin. Dort doziert sie unter anderem über japanische Autorinnen. Ihr Forschungsschwerpunkt ist Frauen- und Geschlechterforschung, gender studies, mit dem Schwerpunkt auf Japan. Junko Saeki hatte vergangene Woche in Köln zu tun. Dabei waren ihr die Gay Games-Plakate aufgefallen. Und darum ist sie diese Woche ein zweites Mal in die Stadt gekommen. Sie hat sich die Wettbewerbe im Eiskunstlauf und beim Schwimmen angesehen, und jetzt besucht sie die Ausstellung „Against the rules“, „Gegen die Regeln“, im Deutschen Sport und Olympia Museum (DSOM).
Die Wanderausstellung der European Gay and Lesbian Sport Federation wird vom Akzeptanzkampagnenbüro des Ministeriums für Jugend, Familie und Gesundheit der Landesregierung Nordrhein-Westfalen präsentiert, und auch der Kölner schwul-lesbische Sportverein SC Janus, der die Gay Games in Köln ausrichtet, und das Centrum schwule Geschichte in Köln sind daran beteiligt.
Auf Stellwänden wird dabei die Geschichte einiger Sportler erzählt. Sehr bekannt ist Martina Navratilova, die lange Zeit die Tennis-Rangliste der Frauen anführte. Aber auch viele andere Sportler werden im DSOM präsentiert - beispielsweise Greg Louganis, Taucher, oder Judith Arndt, Radfahrerin. Höhepunkt der Ausstellung: „Wir zeigen die Jacke, die Gay Games Gründer Tom Waddell 1968 im Zehnkampf trug“, sagt Jens Hünefeld, wissenschaftlicher Volontär im Museum, der für die Ausstellung in Köln verantwortlich ist.
Ziel der Ausstellung: Das Thema Sport und Homosexualität zu enttabuisieren und auf die Diskriminierung sexueller Minderheiten im Sport aufmerksam zu machen. „Gegen die Regeln“ kann noch bis Sonntag in Köln besucht werden.
Mehr Fotos unter: http://www.qubesport.net/photos
