Schwul-lesbische Chöre bilden weit mehr als ein Rahmenprogramm
Auch beim zweiten Chorkonzert der VIII. Gay Games Cologne 2010 am 2. August gab es Begeisterungsstürme im COMEDIA Theater. Nach dem fulminanten Auftakt des Chorfestivals am Sonntagabend war auch das zweite von drei Chorkonzerten ausverkauft. Die Stimmung war erneut großartig.
Aus dem westfälischen Münster angereist waren die zehn Sänger von „Homophon“. In ihrem aktuellen Programm „Seniorenresidenz Arthrosa“ karikieren sie das (schwule) Leben im fortgeschrittenen Alter. Wahnsinnig witzig war der Auftritt der klapprigen „Damen“ mit ihren dauergewellt violetten Haaren und ihren Gehstöcken. Mit Liedern wie „Zipperlein“ besangen sie die zunehmenden Gebrechen im Alter. Den ABBA-Klassiker „Dancing Queen“ gab es schließlich in der Version „Dancing Queen Mum“.
Der Kölner Frauenchor „Chorillas“ beglückte das Publikum nach der Pause mit einem Strauß bekannter Melodien. Unter der Leitung von Julia Cramer gab es unter anderem Schlager wie „Guten Morgen, Sonnenschein“ und „Ich will keine Schokolade“ sowie den Zarah Leander Evergreen „Kann denn Liebe Sünde sein“. Mit „I Got Rhythm“ von Gershwin bedankten sich die Sängerinnen für den großen Applaus.
Der Niederländische Chor „Manoeuvre – Gay Chorus Amsterdam“ unter seinem Chorleiter Floor Erp bildete den Abschluss dieses tollen Chorabends. Knapp 50 Männer standen auf der Bühne und gaben ihr Bestes. Mit „Theater“, dem deutschen Eurovisions-Titel von 1980, eroberten sie sogleich die Herzen der Zuhörer/innen. Toll war auch die Mix-Version von Amy Winehouse’s „Rehab“ und George Michael’s „Freedom“. Ebenso begeisterte der Chorsatz von „I Don’t Feel Like Dancing“, dem Hit der Scissor Sisters.
Am Freitag, 6. August, gibt es das dritte und letzte Konzert im Rahmen des Gay Games Chorfestivals. Dann mit den „Kölner SPITZbuben“, dem gemischten Ensemble „da Chor Colonia“ und den „Rheintöchtern“ aus Köln sowie den Gastchören „Cantatori del Duomo“ aus Utrecht (NL) und dem „Mannenkoorts Den Haag“ (NL).
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